Wie so oft im Sommer, wenn ich wegen meiner anderen Hobbys viel unterwegs bin und meine Cosplayprojekte etwas liegenbleiben, überkommt mich doch der Drang kurzfristig ein kleines Zwischenprojekt einzuschieben.

Das kleine Zwischenprojekt hat sich aber nun in ein 220cm langes und 35 Kilogramm schweres Gefährt entwickelt. Nachdem ich natürlich den zweiten Teil von Ant-Man (Ant-Man and the Wasp) im Kino gesehen habe, wollte ich unbedingt eines der idealen Teile in Gross oder Klein bauen.

Das übergrosse PEZ war zwar reizbar, ab er gehört eher zur Wasp als zum Ant-Man Charakter. Zudem hatte in der Zwischenzeit die wundervolle Babsbutcher ebenso eines gebaut. Auch das Miniaturbürogebäude gibt es unterdessen schon fast in Hülle und Fülle und würde wiederum eher zu Hank Pym passen. Also musste ein anderes Projekt her. Also entschied ich mich für den blauen Truck, mit dem ich an den Cons durch die Gänge fahren könnte.

Als erstes musste der ungefähre Massstab berechnet werden, damit das Verhältnis zum mir als Ant-Man und dem Truck stimmt. Meine Berechnungen ergaben einen Massstab von 1:4. Mit den wenigen Bildern aus dem Ant-Man and the Wasp Trailer gings ans bauen der Kabine. Wie gewohnt bei mir aus PVC. Wegen der Stabilität dieses mal aus 5mm dickem Material und vielen Verstärkungsstreben.

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Das Grundgerüst der Lastwagenkabine war relativ einfach und schnell gebaut. Die Details machten aber dann mehr Arbeit als gedacht. Die beiden Seitenteile sind jeweils aus einem Stück und wurden beim Knick nur leicht eingeschnitten und dann abgebogen. 

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Da sich das PVC auf eine solche Fläche gerne auch verzieht, habe ich im Innern an unterschiedlichen Stellen Verstärkungen angebracht, welche man im Innern der Kabine gut sehen kann.  Zudem dienten diese auch dazu die Klebeflächen an den Ecken zu vergrössern. Der Kühlergrill wurde mit vielen Lamellen ebenfalls aus 5mm PVC gefertigt. Die aus drei Teilen gefertigten Kotflügel waren soweit keine grosse Herausforderung, da die Form vorgegeben war. Nach dem verkleben aller Teile wurden alle Kanten mit der Schleifmaschine grosszügig gerundet.

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Detailansicht des Kühlers und der Stossstange.

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Als weiterer Schritt erhielt die Ganze Karrosserie weitere Details. So wurden die Seitenteile auf gedoppelt, um den typischen Look zu erhalten. Zudem erhielt das Dach ein Upgrade mit 14 Platten, die fast sämtliche Lastwagen so aufweisen. (siehe nächstes Bild) Da auch die angesetzten Seitenteile und Kotflügel runde Übergänge aufweisen, wurde das ganze mit PolyEsterspachtel gespachtelt und im weichen Zustand mit Aceton und Latexhandschuhen ausgearbeitet.

Ein weiteres Projekt war der Innenausbau des Armaturenbrettes, der Sitzbank und Ablage. Um die Türbreite etwas aufzupolstern, habe ich jeweils zwei Elemente gefertigt, die eine andere Farbe erhalten sollten.

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Erstes Grundieren der Kabine. Diese misst übrigens knapp 60cm breite. 

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In der Zwischenzeit habe ich immer wieder einmal am Chassis gearbeitet und leider vergessen Bilder zu machen. Der hier abgebildete Zustand ist schon fast das fertige Produkt. Das ganze misst rund 220cm in der Länge und ist fast komplett aus Holz gefertigt. Die grösste Herausforderung in diesem Fall war die Lenkung, die sich über Zugseile steuern lässt. 

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Die Räder sind übrigens welche von einem Lasttrolley. Um vor allem die Vorderräder einem Lastwagenrad ähnlich zu sehen, habe ich welche auf dem Drehbank hergestellt.

V.l.o.n.r.u. Scheiben gedreht - Löcher gebohrt - Auf dem Drehbank den Winkel abgedreht - Löcher gebohrt für die Schrauben und Muttern. Danach musste das ganze nur noch lackiert werden. Die Kappen sind mit jeweils zwei Schrauben durch die Felgen der Räder befestigt.

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Wie fast immer bei mir wird alles Hohl gebaut. So auch die beiden Tanks des Trucks. Bänder darum. Übergänge spachteln, schleifen, lackieren, fertig.

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Der Ant-Man and the Wasp Truck nach seiner ersten Verbindung. Die Holzbrücke besteht aus 17 18mm Holzlatten, die ohne Probleme das Gewicht eines Mannes halten können. Die Halter der Seitenspiegel wurden aus 3mm Draht geschweisst. Kleben war keine Option, da diese einfach nicht genügend gut halten.

Auch bei diesem Projekt habe ich natürlich Magnete verbaut. Da zur Demontage für den Transport verschiedene Teile weggenommen werden müssen, machen es Magnete einfacher, da das lässtige an- und abschrauben einfach wegfällt. Die Magnete sind wie immer natürlich von https://www.supermagnete.com.

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Fertig lackierter Truck in Hellblau. Die Innenausstattung wurde ebenfalls lackiert und eingesetzt. Bis auf die Türen wurden überall Plexiglas eingesetzt. Das Loch in der Scheibe habe ich mit einem 12 mm Bohrer gemacht und mit dem Cuttermesser die Ritzen zugefügt. Die Scheinwerfer sind auch fertig, inkl. typischem Innenleben. Ich habe mich übrigens gegen eine Elektrifizierung des Trucks entschieden, da im Film dieser auch nicht leuchtet.

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Detail: Loch in der Scheibe

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Heckansicht des fast fertigen Trucks. 

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Gestern noch die Beschriftung abgeholt und das ganze beklebt. Dabei habe ich den Namen der im Film vorkommenden Firma kurzerhand durch meinen ersetzt. 

Am kommenden Wochenende werde ich den Truck zum ersten mal "fahren" und zwar am Herofest ( www.herofest.ch ) in Bern. 

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Update 9.11.2018

In der Zwischenzeit hat der Videobeitrag mit dem Truck mehr als 40'000 Likes auf unterschiedlichen Social Media Plattformen. Das grösste Kompliment machte jedoch Pyeton Reed, seines Zeichens Regiseur von Ant-Man and the Wasp mit dem foldenden Tweed auf Twitter.

 

Intervieuw mit Cosplay in America

 

Der Ant-Man an the Wasp Truck wurde in einer Bauzeit von 2 Monaten realisiert. 

Verwendete Materialien:

3 & 5mm PVC

3mm Eisenstäbe

Klebeband schwarz, weiss, rot

Magnete

3mm Plexiglas

Trolleyräder

Kantholz Tanne und Kiefer

Unmengen an Grundierung und Lack in Blau, Schwarz, Silber, Braun

Poyesterspachtel

 

Das Projekt wurde mit freundlicher Unterstützung folgender Firmen realisiert:

https://www.supermagnete.com

https://www.zollinger-schriften.ch/

 

 

 

 

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